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Mit vier Frauen in das Tal der Herren, ich
nehme jedenfalls an, dass die Bedeutung des Ortsnamens eine solche
Interpretation zulässt und demzufolge die Belgier bei den Herren ein "r"
einfach weglassen - das war die Devise für das Wochenende. Brigitte hatte
frei, denn sie muss am kommenden Wochenende in Bietigheim als Schiri ran, Tini sollte fliegen, Anja fuhr als Touristin in Ermangelung von Combatpiloten mit, Angelika hatte Kamera und Computer eingepackt und ich
wollte punkten.
Wir waren noch nie in
Herental und somit wieder viel Stoff für die Internetseite.
Allerdings steht auch die EM vor der Tür und wenn ich bedenke, was da noch
alles vorzubereiten ist, dann sollte man solche Termine eigentlich
weglassen und sich ganz auf Frankreich konzentrieren.. Aber was soll's,
Anhänger ran und los geht es in einer Nachtfahrt, schließlich sind es ja
nur 650 km und der Wettbewerb soll ja nicht vor 9.00 Uhr losgehen. Und
dann kam es knüppeldick - gegen 01.00 Uhr und
noch 240 km vom Ziel entfernt Reifenpanne auf der Autobahn. Ich hatte den
Wettbewerb schon abgeschrieben, aber wozu ist man im ADAC. Klingt fast wie
unser DAeC, ist aber wesentlich hilfreicher, zumindest bei Pannen ! Ein
netter freundlicher Pannenhelfer bat uns zunächst aus Sicherheitsgründen
auf der Felge bis zum nächsten Rastplatz zu schleichen - die längsten
drei Kilomerter meines Lebens und die letzten für meinen Stoßdämpfer -
um uns dann mit einen Reifen auszuhelfen, der leider nicht das richtige
Maß hatte. Wir bevorzugten danach eine leichte Schieflage, die wir aber
bei der hinfahrt noch nicht bemerkten. Mut ist immer Unkenntnis der Gefahr
! Heimwärts sind wir sicherheitshalber ein paar Kilometerchen langsamer
gefahren.
Wie gesagt -
Herental liegt in Belgien, für die
NRW - Flieger ein
Katzensprung und somit für sie fast ein Heimspiel. Angesagt ein World-Cup
in der Klasse F2B garniert mit viel Spaß wie Tischkantenfliegen, 1/2
Combat und etwas Beginnerfreundliches. Und empfing eine riesige Wiese -
Platz ohne Ende, auf der fleißige Helfer 5 Plätze abgesteckt und gemäht
hatten. Campen konnte man wo man wollte, es war ja reichlich Platz
vorhanden. 22 Kunstflieger waren angetreten aber zu meiner
Überraschung nicht das größte Feld. Die Majorität hatten die
Carrierdeckflieger, die in dieser Ecke eine riesige Resonanz haben. Paul
Rietbergen war wieder in seinem Element und führte sowohl Teilnehmer als
auch die Zuschauer durch den Wettbewerb. Zu
meiner Überraschung und Freude waren unheimlich viele Nachwuchspiloten in
den Beginnerklassen und beim Carrierdeckfliegen dabei. Das zeugt von einer
sehr guten Nachwuchsarbeit. Man hatte manchmal das Gefühl bei einem
Kinderfest zu sein. Der Nachwuchs flog aber nicht nur, sondern half bei
der Durchführung kräftig mit, so zum Beispiel als Fahrradkurier vom
Rechenzentrum zur Wettbewerbspiste F2B, zu der man schon ein Stückchen
laufen musste.
Wie gesagt, ich
hatte mich zum Punkten verpflichtet und konnte mir damit mal alle
Kunstflieger in Ruhe beschauen und mit Punkten mehr oder weniger verhauen
- eh, das reimt sich ja ! Allerdings spielte der Wind diesmal nicht nur
den Piloten, sondern auch der ehrenwerten Jury mächtig mit. Am Sonnabend
blies er wenigsten nur aus einer Richtung, aber beim dritten Wertungsflug
am Sonntag war Wandertag angesagt. So oft bin ich noch nicht einmal im
Training um den Kreis gelaufen, wie bei diesem Mal als Punktrichter. Wie
in einem schönen deutschen Volkslied gesungen wird, kam der Wind
"... mal von hinten, mal von vorn, mal mit Liebe, mal mit Zorn".
Und so sah man uns seltener so sitzend wie hier, sondern mehr die Stühle
durch die Gegend tragend. Last
not least - die 1/2 Combat Flieger. Leider waren nur 4 Piloten mit 7
Modellen angereist. Viele allerdings interessierten sich für diese
Spaßklasse, bei der wenig kaputt zu gehen scheint und die auch noch für
die Senioren zu fliegen geht, was man man von der echten F2D ja nun nicht
behaupten kann. Und - vor allem sind die Halbhohen wesentlich leiser und
angenehmer im Klang. Vielleicht reißt hier doch bald einmal der Knoten.
Am
abend dann Barbeque. Bei herrlichem Wetter wurde bis tief in die Nacht
gegessen und getrunken. Leider machte sich bei uns die vorherige Nacht
bemerkbar und so ging es zeitig schlafen. Der
Sonntag ging viel zu schnell vorbei und gegen 17.00 Uhr war es soweit, mit
der Siegerehrung ging ein sehr schöner Wettbewerb seinem Ende entgegen.
Unser Dank an Paul van Dort und dem Verein MACH, die ein sehr schönes und
gemütliches Treffen der Fesselflieger auf die Beine stellen. Herental
verspricht ruhige und stressfreie Stunden, viel Spaß ist auch mal eine
lange Reise wert.
Also bis
demnächst Matthias 
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